„Unzuverlässigkeit 100 Punkte“ – oder: Wenn der Chat zu viel verlangt ist

„Unzuverlässigkeit 100 Punkte“ – oder: Wenn der Chat zu viel verlangt ist

Auszug aus der Bewertung:
„Nie wieder. Unzuverlässigkeit 100 Punkte.“
– Frau „Nanette“, 4 Rezensionen, 0 Fotos, 0 Chatnachricht

Frau „Nanette“ wollte ein E-Bike. Am Tag vorher hatte sie sich das auch bestätigen lassen – mit einem freundlichen Gespräch, einem Blick aufs Schild am Laden und der Info: „Wenn mal keiner da ist, einfach kurz den Chat benutzen – wir regeln das.“
Klingt einfach? Ist es auch. Nur nicht für Frau „Nanette“.

Denn am nächsten Morgen stand sie tatsächlich da – pünktlich, erwartungsvoll, bereit zu radeln – aber: Niemand da. Und obwohl sie am Vortag das Schild gelesen hatte (steht da in Großbuchstaben) und von mir freundlich auf genau diesen Fall hingewiesen wurde, blieb der Chat stumm. Keine Nachricht, kein Ping, kein „Hallo, wir stehen hier.“

Warum?

Weil Frau „Nanette“ lieber erst mal versuchte, telefonisch jemanden zu erreichen. Und tatsächlich – irgendwann ging ich ran.
Ich erklärte sachlich – wenn auch etwas außer Atem – dass ich mich gerade am Ende eines Übungseinsatzes der Freiwilligen Feuerwehr befinde und nicht genau sagen kann, wann ich wieder im Laden bin.
Die Antwort darauf: eine Mischung aus Enttäuschung und empörter Erwartungshaltung.
Die Lösung? Stand 50 Meter entfernt – in Form einer Aushilfe, die per Chat ganz einfach erreichbar gewesen wäre.

Doch stattdessen kam:
Eine Rezension.

Mit allem, was das Drama braucht:
– persönliche Enttäuschung
– Generalverurteilung
– der Hinweis auf „Bekannte, denen es auch schon so ging“
– und die absolute Vernichtungsformel: „Nie wieder. 100 Punkte Unzuverlässigkeit.“

Was ich dazu sage?

Vielleicht war es wirklich zu viel verlangt, einfach den Chat zu benutzen. Vielleicht wollte Frau „Nanette“ einfach ein bisschen Dampf ablassen.
Vielleicht ging’s nie ums Fahrrad – sondern um den olympischen Wettbewerb der Entrüstung.

Und ganz vielleicht – nur ganz vielleicht – hätte man mit einer einzigen kurzen Nachricht all das vermeiden können.

Aber was soll’s.
Ich war an dem Morgen nicht in der Werkstatt. Ich war im Einsatz – für die Gemeinschaft.
Nicht unzuverlässig. Nur beschäftigt mit etwas, das größer ist als ein Fahrrad: Verantwortung.

Ehrenamts-Rabattaktion

Alle Personen im Ehrenamt, erhalten bei uns 4% Rabatt auf Teile bzw. Fahrräder und 10 % auf Dienstleistung (z.B.: Reparaturen oder Inspektionen) wie auch auf unsere Verrleihpreise.

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Bei Cycling-Stop by IDS UG wissen wir, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für unsere Gemeinschaft ist. Deshalb möchten wir allen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen, etwas zurückgeben.

Ehrenamtliche aus allen Bereichen – ob Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, DLRG, Rettungsdienste und viele andere gemeinnützige Organisationen – profitieren bei uns von besonderen Rabatten. Darüber hinaus gilt dieses Angebot auch für alle, die einen BOS-Funklehrgang absolviert haben, wie beispielsweise bei der Polizei.

Als Zeichen unserer Anerkennung erhalten alle Ehrenamtlichen 4% Rabatt auf Teile und Fahrräder sowie 10% auf Dienstleistungen wie Reparaturen, Inspektionen und sogar auf unsere Verleihpreise.

Wir von Cycling-Stop by IDS UG sind selbst in der Feuerwehr der Samtgemeinde Lühe aktiv und wissen, wie wertvoll der Einsatz für die Gemeinschaft ist. Unser Dankeschön gilt unabhängig von der Ehrenamtskarte und ist ein Ausdruck unserer Wertschätzung für all jene, die mit ihrem Engagement die Welt ein Stück besser machen.

Herzlichen Dank für euren Einsatz!

„Von der Ostsee ins Nichts“ – oder: Wenn man alles ignoriert, außer das eigene Drama

„Von der Ostsee ins Nichts“ – oder: Wenn man alles ignoriert, außer das eigene Drama

Auszug aus der Bewertung:
„Besonders ärgerlich, da wir von der Ostsee ins Alte Land gekommen sind, um dort Fahrrad zu fahren.“
– Herr „Hakki“, 3 Rezensionen, 0 Fahrräder, aber viel Entrüstung

Herr „Hakki“ reiste an. Von der Ostsee. Sieben Mann stark, vermutlich mit picknickbereiten Rucksäcken, glänzenden Erwartungen – und null Buchung.
Denn wer braucht schon Online-Reservierungen, wenn man einen vagen Satz am Donnerstag gehört haben will wie: „Das passt schon“?

Die Realität?
Samstag. Nebensaison. Geschlossen. Schild an der Tür: „Feuerwehrfest – heute nicht da.“
Was macht Herr „Hakki“?
Warten? Chat nutzen? Vielleicht kurz bei der Buchungsseite reinklicken?
Nein.
Er schreibt eine Rezension. Eine, die klingt, als hätte man ihm beim Betreten des Alten Landes das Vorderrad abgenommen und ins Apfelmus getaucht.

Und als wäre das nicht schon theatralisch genug, folgt eine zweite Runde:

„Ich kann Ihre Stellungnahme so nicht stehen lassen!“
Herr „Hakki“ macht jetzt auf Anwalt seiner Reisegruppe. Bringt die Tourist-Info ins Spiel. Zeugen. Videobeweis. Wahrscheinlich sitzt irgendwo ein Verwandter im Auto und schneidet das Ganze für Netflix mit.
Der Vorwurf: Wir seien nicht geöffnet gewesen, obwohl doch am Donnerstag gesagt wurde, dass es passt.
Und weil „das passt“ offenbar als Vertrag verstanden wurde, wittert Herr „Hakki“ Betrug, Missachtung und – natürlich – Servicewüste.

Die Fakten, ganz trocken:
Samstags in der Nebensaison ist bei uns zu. Punkt.
Wer nicht bucht, bekommt kein Rad wenn geschlossen ist. Punkt.
Telefonisch wird bei uns nichts versprochen, nie. Punkt.
Und Feuerwehrfest ist keine Tarnung, sondern Ehrenamt. Doppelpunkt: Respekt für uns!

Wir verstehen, dass man sich ärgert, wenn etwas nicht klappt.
Aber Herr „Hakki“, ganz ehrlich:
Wenn man mit sieben Leuten von der Ostsee anreist und alles tut – außer einmal kurz die Buchungsseite aufzurufen, dann hat man keinen Fahrradverleih verdient.
Dann hat man eine Realsatire verdient.

Und die hast du dir jetzt selbst geschrieben.
Inklusive Soundtrack: „Nie wieder! Nie wieder!“ – gesungen von enttäuschten Urlaubern, die keine drei Klicks von ihrem Glück entfernt waren. Denn mit der buchung eines Schlüsselsafes hätte es reibungslos geklappt.